Contra Ulrichskirche

Es gibt wie fast immer bei solchen Projekten Pro und Contra-Haltungen.

Was spricht gegen den Neubau der Ulrichskirche?

Das wiederaufzubauende Gebäude soll in erster Linie NICHT als Kirche genutzt werden. Für Gottesdienste und andere kirchliche Veranstaltungen stehen im Stadtgebiet zahlreiche Kirchen in ausreichender Zahl zur Verfügung. Das Gebäude soll daher in erster Linie für Konzerte und ähnluche Veranstaltungen genutzt werden.

Eine derartige Nutzung wird bereits durch die ehemalige Johanniskirche umgesetzt, sodaß dadurch auch eine Konkurrenzsituation entsteht. Da die Johanniskirche eine mehr oder wenige schwarze Null in Bezug auf Kosten und Einnahmen schreibt, bestünde hier die Gefahr, daß daraus ein Minusertrag entsteht, den dann die Stadt tragen müßte.

Durch den Bau des Gebäudes würden ca. 25 % der Grünfläche am Ulrichsplatz dauerhaft wegfallen. Für den Zeitraum der Bauarbeiten ist davon auszugehen, daß die gesamte Grünfläche nicht nutzbar ist. Irgendwo müssen ja auch die Baufahrzeuge ranfahren, die Baumaterialien gelagert werden usw. Da der Bau eines solchen Objektes nicht in wenigen Tagen oder Wochen erledigt ist, kann hier von einer längeren Zeitdauer ausgegangen werden, in der der Ulrichsplatz in seiner Gesamtheit nicht genutzt werden kann.

Auch architektonisch paßt die Ulrichskirche nicht mehr in das heutige Stadtbild. Ein weiterer Baustil würde das Stadtbild in diesem Bereich weiter belasten.

Der Unterhalt des Gebäudes ist nicht nachhaltig gesichert. Planungen bestehen dahingehend, durch Windkraftanlagen Strom zu erzeugen und in das Stromnetz einzuspeisen. Allerdings ist durchaus nicht gesichert, inwieweit die Förderung von Windkraft auch mittel- bis langfristig erfolgt. Das Risiko, daß das Kuratorium die Betriebskosten nicht decken kann ist also durchaus gegeben.

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